
Hallo, Schatz. Heute nimmt dich dein Freund Grow mit zu einer hellen kleinen Burg, in der ein glänzender Stuhl steht. Hierher kommen die Zähne, um gezählt und versorgt zu werden. Ein freundlicher Biber im weißen Kittel winkt dir zu. „Mach dir überhaupt keine Sorgen“, sagt Grow stolz. „Über Zähne weiß ich einfach alles.“

„Pass auf“, sagt Grow und macht den Mund weit auf, um es dir vorzumachen. Aber da drin ist nichts. Kein einziger Zahn, nur weich und leer. Du schaust und schaust. „Grow“, sagst du, „du hast ja gar keine Zähne!“ Grow klappt den Mund zu. „Habe ich wirklich nicht. Wie ist mir das nie aufgefallen?“

Der Biber lächelt und reicht dir einen winzigen Spiegel an einem Stiel. „Möchtest du zuerst schauen?“, fragt er. Du nimmst den Spiegel selbst, ohne zu warten, und guckst hinein. Da sind sie: all deine Zähne, in einer Reihe und vertraut, genau wie gestern. Grow schaut dir über die Schulter, ganz erstaunt. „Das kennst du besser als ich.“

Der Stuhl kippt langsam nach hinten, wie eine sanfte Fahrt. „Sollen wir sie zählen?“, fragt der Biber. „Wie kleine Sterne.“ Du machst den Mund weit auf. Eins, zwei, drei ... es kitzelt ein bisschen, aber weh tut es nicht. Der Biber putzt jeden Zahn, und jeder blitzt kurz auf, während er gezählt wird. „Alle gesund und stark!“

Du hüpfst mit einem sauberen, blitzenden Lächeln vom Stuhl. Grow schüttelt den Kopf, immer noch ein bisschen ratlos. „Über deine eigenen Zähne weißt du mehr als ich“, gibt Grow zu. „Das ist neu für mich.“ Die Burg ist nicht mehr unheimlich. Jetzt ist sie einfach ein Ort, den du kennst. Dann fragt Grow: „Sag mal, Schatz ... sind wir heute ein kleines Stück gewachsen?“ Ja, seid ihr. „Und hier ist dein kleiner Schritt für morgen“, sagt Grow. „Schau dir deine Zähne im Spiegel an und zähl sie laut, wie kleine Sterne.“ Bis zum nächsten Mal, Schatz.
